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Bär und Bulle vor der Börse in Frankfurt. Jetzt kommt es darauf, wer stärker ist.

Aktien-Bundesliga_20170517

RWE bleibt weiter fest an der Spitze der Aktien-Bundesliga; dank großer Nachfrage nach den Aktien des wieder erstarkenden Stromerzeugers. Noch optimistischer sind Aktienkäufer jetzt für die T-Aktie.

Deutsche Telkom: so wertvoll wie 2002

Für Aktien der Deutschen Telekom wurden zuletzt die größten Kurs-Aufschläge bewilligt. In den jüngsten fünf Tagen war das Kurs-Plus größer als in fast fünf Monaten zuvor. Die T-Aktie ist jetzt so wertvoll wie zuletzt 2002. Die Kaufneigung für die T-Aktie hält auch an den jüngsten schwachen Börsentagen an, an denen die Kurse allgemein überwiegend sanken. Experten rechnen damit, dass der T-Kurs die 20-Euro-Marke bald übersteigen wird. In zwei Wochen treffen sich die Aktionäre zur Hauptversammlung in Köln. Am 1. Juni werden sie dann 60 Cent Dividende je Aktie ausgezahlt bekommen; entsprechend reichlich 3 % auf den heutigen Aktienkurs.

ThyssenKrupp: leichte Beute für Inder

Überraschend kauffreudig zeigen sich Anleger für Aktien von ThyssenKrupp. Der Stahlkocher muss 2017 schwere Verluste buchen. Er will seine Leute so weit bringen, dass sie nicht mehr gegen den Zusammenschluss mit der indischen Tata-Steel auf die Straße gehen. Tata zeigt derweil Stärke: Die Inder liefern derartige Informationen, dass Anleger heute freiwillig bereit sind, mehr als doppelt so viel für die Aktie zu bezahlen wie vor sechs Monaten. ThyssenKrupp könnte eine leichte Beute sein für den Familienclan, der hinter Tata steht.

Aktien-Bundesliga: BASF im Keller

Die Nachfrage nach Aktien des Tabellenzweiten der Aktien-Bundesliga, der Deutschen Lufthansa, ist momentan nicht mehr so groß, dass der Kurs weiter steigen würde. Zuletzt nur Rang 22 in der Wochenwertung. Noch schwächer ist die Nachfrage nach Papieren von Heidelberg-Cement, von ProSiebenSat1 und BMW. Sogar der Riese BASF ist inzwischen in den Tabellenkeller gefallen. Der Chemiemulti BASF wird oft als Signalgeber für den gesamten deutschen Aktienmarkt angesehen. Produkte von BASF sind Vorprodukte in ganz vielen Bereichen der Wirtschaft. Wenn BASF dann vorauseilend an der Börse absackt, könnte das als schlechtes Zeichen für Wirtschaft und Börse gewertet werden. Die Aktienkurse sind allgemein zuletzt teilweise so heftig gesunken wie lange nicht mehr. Die Börse stand damit zeitweilig stark im Schatten des Bären.