Bundesliga Aktien: 50 Prozent Plus mit Sneaker-Aktie

AirBerln_klnAir Berlin lebt weiter – in den Preisen von Lufthansa, Eurowings und Anderen, foto mb

Seit Beginn 2019 haben Anleger die Adidas-Aktie um 50 Prozent hochgekauft. Sneaker-Schuhe sind teilweise noch mehr im Wert gestiegen. Die Lufthansa transportiert solche Sneaker durch die Luft. Und ist in der Bundesliga Aktien schwer gelandet; einstweilen auf dem letzten Platz; minus 25 Prozent.

Adidas-Sneaker sind nicht die einzigen Kultschuhe, die heutzutage gekauft werden, um sie nie zu tragen. Nike und Andere sind ebenfalls bei diesem Mode-Hype dabei. Nike-Aktien sind jedoch bei Anlegern nicht ganz so beliebt wie Bundesliga Aktien Spitzenreiter Adidas. Nike-Aktien sind 2019 „erst“ um etwa 15 Prozent gestiegen. Für jeden Euro Umsatz, den Adidas 2019 weltweit in den eigenen Läden und im Großhandel macht, bezahlen Aktienkäufer jetzt freiwillig schon etwa 2 Euro Kurs. Das ist sehr viel – gemessen an herkömmlichen Vorstellungen von Aktienkursen. Herkömmlich bezahlten Kunden jedoch auch keine 1.000 Euro und mehr für schicke Sportschuhe, die letztlich genauso aus China oder dem sonstigen Billig-Asien eingeflogen werden wie andere Schuhe. http://index.finanztreff.de/indizes_einzelwerte.htn?i=8987458

Anleger-Robotern sind solche Überlegungen fremd. Diese sog. Bots betreiben vielfach die Anlagegeschäfte für ETF-Fonds und andere Investoren. Wer sich darauf einlässt, mag zurückdenken an den Hyp zum Millennium. Die Aktie von AOL z.B. kauften Anleger damals zu faktisch jedem Kurs; einfach nur, weil AOL im Kurs stieg. Der Rest ist Geschichte. Genauso erging es ganz vielen Namen und Tausenden Anleger am berüchtigten Neuen Markt. Die Verluste machen Aktien für sehr viele deutsche Sparer und Anleger zu bösen No Gos.

Lufthansa auf Air-Berlin-Kurs

Vor zwei Jahren waren Aktien der Deutschen Lufthansa ähnlich beliebt wie heute Adidas. Die Lufthansa „flog“ 2017 ihre Aktionäre zur Deutschen Aktienmeisterschaft; mit weit mehr als 100 Prozent Jahres-Kursgewinn. Seither nehmen Aktionäre schwere Kursabschläge in Kauf, nur um Lufthansa-Aktien verkaufen zu können. Der Kurs steht zur Jahresmitte 2019 nicht mal mehr so hoch wie zur Jahresmitte 2017. Klimaschädlich war die Fliegerei auch 2017 schon. Ferner war 2017 schon klar: Kunden für weniger als 100 Euro nach Mallorca zu fliegen, das war ruinös. Air-Berlin-Manager flogen mit solchem Wissen und mit solchen Preisen in die Insolvenz. Die Lufthansa schien von der Air-Berlin-Bereinigung zu profitieren. Doch: Lufthansa-Tochter Eurowings bietet die gleichen Mallorca-Flüge heute an mit Preisen ab 29,99 Euro. Die Aktie der Lufthansa wird unter diesen Umständen kaum Anleger finden, die bereit sind, überdurchschnittliche Kursaufschläge zu bewilligen; nur um Papiere des Klima- und Preiskillers Lufthansa erwerben zu können.

Bundesliga Aktien: Linde mit Klima-Plus

Viel Sympathie erfahren Forderungen den weithin verhassten „Immobilien- und Miethai“ Vonovia zu verstaatlichen. Wer solche Aktien kauft oder hält, der braucht dicke Nerven. Zuletzt nahmen Aktionäre sinkende Kurse in Kauf, um Aktien von Vonovia los zu werden. In den jüngsten vier Wochen war nur die Lufthansa-Aktie noch schlechter als Vonovia. Überdurchschnittlich gefragt waren dagegen Aktien von Linde oder Covestro. Beide Industriekonzerne verfolgen Techniken, um klimaschädliche Gase in wertvolle Produkte umzuwandeln. Davon braucht die Welt mehr; die Welt der Aktionäre und der Nicht-Aktionäre.

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