Bundesliga Aktien: Bund gemeinsam mit „Heuschrecke“?

 

Exif_JPEG_PICTURE

Exif_JPEG_PICTURE

Commerzbank ist neuer Spitzenreiter der Bundesliga Aktien, foto mb

Ins Minus gerutscht sind deutsche Aktien. Nach 145 von 250 Börsentagen 2017 liegt der DAX-Kursindex knapp 1% unter dem Endstand von 2016. Die Commerzbank führt derweil die Bundesliga Aktien an – mit 53 % Plus.

Die „Heuschrecke“ Cerberus hat sich inzwischen geoutet – als jene Adresse, die ständig steigende Kurse bewilligt, um Commerzbank-Aktien kaufen zu können. Skeptiker wünschen dem amerikanischen Finanzinvestor ironisch viel Spaß mit der Bank und deren Problemen: zu alte Datenverarbeitung, zu hohe Kosten, zu wenig Umsatz. Da könnte es an anderer Stelle mehr zu „fressen“ zu geben für eine gierige „Heuschrecke“ in der Bundesliga Aktien.

„Amis“ kaufen Commerzbank an die Spitze

Commerzbank-Großaktionär Deutschland wird sich wahrscheinlich schwer tun, außergerechnet mit einer amerikanischen „Heuschrecke“ zusammenzuarbeiten. Ohnehin muss die Bundesregierung am 24.9.2017 erst mal neu gewählt werden. Commerzbanker sind schon jetzt schlecht vielfach gelaunt: Tausende werden ihren Job verlieren. Das stand schon fest, bevor Cerberus sich geoutet hat.

Ob die Attacke aus Amerika am Ende auf die unvermeidliche Fusion mit der Deutschen Bank hinauslaufen wird, das wird sich zeigen. „Commerzbank“ ist eigentlich ein sehr guter Name für ein internationales Geldinstitut. Der Name ist letztlich sogar besser als „Deutsche Bank“. Dies gilt zumal, nachdem der Schweizer Jo Ackermann und der indisch stämmige Anshu Jain den früher unantastbaren Ruf der Deutschen Bank verzockt haben.

Keine Chance gegen die Öffentlichen

Vor 40 Jahren war es die Commerzbank, die schon eine transnationale Kooperation pflegte; mit dem Credit Lyonnais. Diese „Europartners-Kooperation“ ist leider untergegangen, je mehr Europa in der EU aufgegangen ist. Jetzt, zehn Jahre nach der Finanzkrise, sind die früheren Großbanken, Commerz und Deutsche, zu klein und im Ansehen zu wackelig. Gegen Sparkassen und Volksbanken haben die einstigen Großbanken keine Chance. Hinter den öffentlichen Banken und hinter den genossenschaftlichen Kassen vermuteten Kunden mehr Sicherheit. Die Manager in den Zentralkassen dieser beiden Bankengruppen kennen schon immer nur ein Ziel: Sie wollen den Großbanken Kunden und Geschäft abnehmen!

53% Plus in sieben Monaten mit Aktien der Commerzbank sind schön und gut. Ganz viele Anleger und Aktionäre kennen noch die Kurse aus jener Zeit, bevor zehn alte Aktien zu einer heutigen CoBank-Aktie zusammengelegt werden mussten. So gerechnet wäre die alte CoBank-Aktie heute immerhin kein Pennystock mehr. Sie stünde bei 1,10 €. Da ist noch Luft nach oben.

Bundesliga Aktien: Warum sinkt BASF?

Nach unten zeigt die Börsentendenz des Chemieriesen BASF. Die Groß-Chemiker liefern tolle Geschäftszahlen. Dennoch nehmen Aktionäre schon seit langen Wochen sinkende Kurse in Kauf, um BASF-Aktien los zu werden. Das ist umgekehrt im Vergleich zur Commerzbank. Nur für BMW und Daimler-Aktien nehmen Verkäufer noch höhere Abschläge hin, um aussteigen zu können. Das macht sogar mehr Sinn als das Minus von BASF. Doch was zählt, ist nur das, was an der Kurstafel steht. Demnächst mehr.

Permalink