Bundesliga Aktien: neue und alte Favoriten der Anleger

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Die graue Sprinterfabrik in Düsseldorf-Rath soll die E-Autofabrik der Post überholen, foto mb

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Im Autoland Deutschland wird es keinen Diesel-Shutdown geben. Besonders für Daimler bewilligen Aktienkäufer derzeit wieder höhere Kurse. Die Bundesliga Aktien wird neu gemischt.

Auch in Düsseldorf wird es kein Fahrverbot für Diesel-Autos geben. Düsseldorf lebt gut von der Gewerbesteuer, die das Mercedes-Benz-Sprinterwerk von Daimler aus dem Düsseldorfer Stadtteil Rath regelmäßig abliefert. Die Kunden dieses Steuerzahlers, also die Autofahrer, durch Fahrverbote zu vergraulen, das wird auch nach der Bundestagswahl nicht gehen. Das schäbig graue Sprinterwerk in Rath ist eine wahre Perle des Daimler-Konzerns. Das wissen Kenner. Aus dem Rather Werk sollen nun möglichst bald möglichst viele elektrische Sprinter rausrollen, damit die Deutsche Post mit ihren StreetScootern nicht den Markt der Lieferwagen abräumt. Die Post hat sich inzwischen zusätzlich mit Ford, Köln, zusammengetan, um auch größere Elektro-Lieferwagen zu bauen. Eine Kooperation mit Daimler oder VW kam dafür nicht in Frage: Die beiden Konzerne hatten sich nicht für E-Vision der Post-Manager erwärmen können, als die Post’ler vor Jahren bei den Konzernen angeklopften.

Deutsche Post ist der führende Auto-Wert

Daimler ist jetzt nur noch Drittletzter in der Tabelle der Bundesliga Aktien – mit einem Minus von 12 Prozent gegenüber dem Jahresanfang. Die BWM-Aktie hat wenige Tage vor Beginn der IAA-Automesse noch 9 Prozent Rückstand auf den Jahresstart. Volkswagen steht nach 172 Börsentagen 2017 auf Rang 19 noch vor Siemens auf dem 20. Platz. Aktionäre beider Häuser sehen ihre Kurse momentan noch um mehr als 3 Prozent im Minus. Zulieferer Continental liegt mit 4 Prozent Plus auf Rang 15. Stahllieferant ThyssenKrupp will am liebsten vom Rohstahl weg: 11 Prozent Aktienplus auf Rang 12. E-Autoproduzent Deutsche Post erfreut seine Aktionäre ebenfalls mit 11 Prozent Plus und mit der Vision, neben dem gelben StreetScooter früher oder später auch bunte Elektro-PKW produzieren zu können. Postchef Frank Appel war schon im vergangenen Jahr in kleinem Kreis im Düsseldorfer Industrieclub gefragt worden, ob Aktien der Post-Autofabrik eines Tages verselbständigt zunächst teilweise und später voll an der Börse eingeführt werden würden. Das ist heute nicht eine Frage des „ob“ sondern nur des „wann“. Logisch, dass Autovisionär Post von Anlegern 2017 optimistischer beurteilt wird als die momentan angebrannt wirkenden klassischen Marken. Schon 2016 und 2015 rangierte die Post-Aktie ebenfalls vor Daimler und BMW.

Bundesliga Aktien: Meister Adidas fällt zurück

An der Spitze der Tabelle der Bundesliga Aktien begegnen Anleger der RWE-Aktie momentan mit noch mehr Optimismus als der Lufthansa. Um die Lufthansa wieder von Platz 1 zu verdrängen, dafür reicht der Optimismus für RWE bislang jedoch noch nicht. Optimistischer als in den vergangenen Wochen ist die Stimmung besonders für die beiden Fresenius-Titel sowie für BASF. Umgekehrt ist die Stimmungstendenz der Anleger derzeit negativ für SAP und für Meister Adidas und erst recht für Schlusslicht ProSiebenSat1.

Quelle der Tabelle: finanztreff.de. Die Bundesliga Aktien bezieht sich auf die Auswertung „lfd Jahr“.
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