Bundesliga Aktien: Siemens Kaeser empört Millionen Sparer

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Stillstand, wo es laufen soll; mit Siemens-Zügen und mit Siemens-Aktien; foto mb

Die Reichen würden deshalb immer reicher, weil die nicht so Reichen ihr Geld lieber auf’s Sparbuch legten als es in Aktien zu stecken. Das ließ Siemens-Chef Jo Kaeser jetzt wissen. Die Bundesliga Aktien steht Kopf wegen so viel Zynismus.

Ausgerechnet Siemens: Die Aktie des Multi-Konzerns steht Ende Januar 2018 ziemlich genau da, wo dieselbe Aktie im Januar 2000 schon gestanden hat;also vor 18 Jahren – bei 120 Euro. Mit dieser Siemens-Aktie konnte kein Sparer reich mit werden, es sei denn, er war so verwegen, dem schlechten Geld immer mehr gutes Geld hinterherzuwerfen. Über mehr als ein Jahrzehnt ist außer Spesen und Dividenden nicht gewesen mit der Siemens-Aktie: zwischenzeitlich schwere Kursverluste.

Im allgemein guten Aktienjahr 2017 kam Siemens in der Bundesliga Aktien nur auf Rang 24 von 30. Ende Januar 2018 steht Siemens in der Liga nun auf Rang 13 hinter Adidas, hinter der Skandalfirma VW und hinter  Verlust-Commerzbank.

Bundesliga Aktien: minus über 18 Jahre

Direkt hinter Siemens rangiert Infineon in der Bundesliga. Infineon ist die verstoßene einstige Chip-Tochter von Siemens. Diese Chips zählen zu jenen Hightechs, in denen die Deutschen oft behaupten, sie seien so groß. Diese Chips, das ist auch jenes Geschäft, indem z.B. Intel, Qualcomm und andere Weltmarkt-Riesen seit Jahrzehnten Milliardenwerte für Computer- und Telefonnutzer schaffen und für Aktionäre und Sparer. Die seinerzeitigen Käufer von Infineon-Aktien haben bis heute nicht den Kurs wiedergesehen, zu dem Siemens ihnen im Jahr 2000 diese Aktien angedreht hat. Sarkastisch riet der Reporter des Deutschlandfunks denn auch jetzt, entlassene Ex-Siemensianer könnten sich ja mit Aktien der Gesundheitstochter Healthineers gesundstoßen. Die will Siemens demnächst an kluge Sparer verkaufen.

Favoriten jenseits von Siemens

Jenseits von Zynismus und Sarkasmus gibt es neben Siemens bestimmt Aktien, die durchaus das Sparergeld wert sind: Fresenius überzeugt aktuell mit dem dritten Platz in der Bundesliga, nachdem es 2017 nur für Rang 29 reichte. Vonovia und Telekom wollen ihre Aktionäre mit guten Dividenden verwöhnen. Osram läuft (außerhalb der Bundesliga) sehr gut, seit Siemens bei der Lampenfabrik ausgestiegen ist.

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