Aktien-Bundesliga: Hoffen auf BMW-Besuch bei Trump

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Anlegerängste um BMW-SUV aus USA. i-BMW kommen aus Leipzig; z.B. hier vor der EU in Brüssel.

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Die Deutsche Lufthansa ist neuer Spitzenreiter der Aktien-Bundesliga. Innerhalb von einer Woche bewilligten Anleger 6,6 % höhere Kurse, um Aktien der Lufthansa erwerben zu können.

Mehr Optimismus als für die Lufthansa erfuhr in Woche 11/2017 keine andere deutsche Spitzenaktie. Im Vergleich zum Jahresbeginn 2017 ist die Lufthansa jetzt 24,6 % mehr wert. 2016 hatte sie 11,6 % verloren. Entscheidend für den Optimismus der Anleger ist die Beendigung der jahrelangen Tarifstreitigkeiten innerhalb der Lufthansa. Dass jetzt der fast 20 Jahre lange Abwärtstrend der Luft-Aktie zu Ende geht, das ist freilich noch nicht zu erkennen. Nach Beendigung der inneren Konzernbaustelle ist Lufthansa-Chef Carsten Spohr jetzt umso mehr auf den Märkten gefordert. Ausgerechnet der Heimatflughafen Frankfurt Fraport fällt dem Staatsflieger in den Rücken; mit Rabatt für den schlagkräftigen Billigkonkurrenten Ryanair. Gegen die Staatsflieger aus dem Nahen Osten fliegt Spohrs klassische und neoklassische Flotte ohnehin ziemlich chancenlos. Man darf gespannt sein, wie sich die Anleger in den nächsten Wochen verhalten werden; jetzt, nachdem die guten Meldungen für die Lufthansa erstmal raus sind.

Deutsche Bank bleibt billig

Um Aktien der Deutschen Bank los zu werden, haben Anleger zuletzt Kursabschläge von 2 % hingenommen. Schlechter schnitt keine der sog. Dax-Aktien ab. In den nächsten Wochen will die Deutsche Bank zusätzliche Aktien günstig aus einer Kapitalerhöhung los werden. Seit September 2016 hatte sich der Kurs der DeuBa-Aktie – vom Tiefstand ausgehend – fast verdoppelt. Auf Monate hinaus, können Anleger nun wahrscheinlich erstmal zu sinkenden Kursen Aktien der einstigen deutschen Spitzenbank erwerben.

VW drückt Aktien-Bundesliga

Die neu ausgebrochenen Chaostage im VW-Konzern lassen nicht erwarten, dass in den nächsten Monaten höhere Kurse geboten werden müssen, um VW-Aktien erwerben zu können. Um 2 % ist die Vorzugsaktie in der jüngsten Woche billiger geworden, als der Kursdurchschnitt der Aktien um 1,1 % stieg; wohlgemerkt, der Dax-Kursindex einschließlich des Minus von VW. Ohne VW wäre der Index nicht nur um 1,1 %, sondern um schätzungsweise 1,5 % gestiegen. Das zeigt, wie pessimistisch Anleger derzeit für VW sind.

Konnte BMW-Krüger USA-Trump besänftigen?

Schlusslicht BMW zieht den Index zusätzlich runter. In der neuen Woche muss sich nun zeigen, ob der Besuch von BMW-Chef Harald Krüger bei US-Chef Donald Trump die Sorgen beseitigen kann, BMW könnte negativ von Trump-Sanktionen betroffen sein.

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